Lexikon-Eintrag
Achsvermessung
Computergestützte Messung der Fahrwerksgeometrie nach einem Unfall zur Prüfung von Spur, Sturz und Nachlauf.
Definition
Die Achsvermessung ist nach jedem Unfall mit Anstoß im Bereich Räder, Achsen oder Fahrwerk Pflicht. Mittels computergestützter Messtechnik werden die Fahrwerkswinkel Spur, Sturz, Nachlauf und Spreizung erfasst und mit den Herstellerwerten abgeglichen. Bereits geringe Abweichungen führen zu einseitigem Reifenverschleiß, Lenkproblemen oder verlängerten Bremswegen. Sie als Geschädigter haben Anspruch auf eine vollständige Achsvermessung im Rahmen der fachgerechten Reparatur. Die Kosten liegen je nach Werkstatt zwischen 80 und 250 Euro und sind Teil des erstattungsfähigen Reparaturschadens nach § 249 BGB. Der Sachverständige dokumentiert die Notwendigkeit im Gutachten. Bei Verdacht auf Achsschaden ist eine Vermessung vor und nach der Reparatur sinnvoll, um den Erfolg nachzuweisen. Die Messprotokolle sollten Sie aufbewahren - sie dienen als Beweis für die ordnungsgemäße Instandsetzung und können bei einem späteren Verkauf des Fahrzeugs den Wert sichern.
Verwandte Begriffe
Fachwerkstatt
Qualifizierter Reparaturbetrieb mit Meistertitel und nachgewiesener Kompetenz für Karosserie- und Lackarbeiten.
Reparaturweg
Im Schadensgutachten festgelegte Methode und Reihenfolge der Reparaturarbeiten zur fachgerechten Wiederherstellung.
Verkehrssicherheit
Zustand des Fahrzeugs, der gefahrlosen Straßenverkehrsbetrieb gewährleistet und nach Unfall geprüft werden muss.
Kostenvoranschlag
Eine schriftliche Schätzung der Reparaturkosten durch eine Werkstatt, ohne unabhängige gutachterliche Bewertung.
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